.oO Klein aber sehr lästig, die Parasiten sind schon erwacht!

Ein Jucken, ein Beißen, ein Kratzen und schon ahnt man es: Zecken, Flöhe und andere ungeliebte Plagegeister sind wieder unterwegs. Pünktlich zu den ersten warmen Sonnentagen sind auch schon die ersten Insekten und Spinnentierchen fleißig auf Futtersuche. Und immer wieder stellen wir Hundebesitzer uns die folgenden Fragen:

1. Welche (äußeren) Parasiten gibt es eigentlich?

Zecken:

 

Sie sind schon ab 8°C aktiv und gelangen über Gras und Gestrüpp auf unsere Liebsten. Sie lieben eine warme und feuchte Umgebung und sind in den heißen, trockenen Sommermonaten seltener aufzufinden. Leider können ihre Bisse nicht nur zu Entzündungen und ein starker Zeckenbefall zu Blutarmut führen, sie sind auch Krankheitsüberträger und können FSME, Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose oder Babesiose übertragen. Durch eine frühzeitige Entfernung der Zecke (Zeckenzange, -haken oder notfalls mit den Fingernägeln) lässt sich eine Übertragung oft abwenden, da diese meist erst 12 Stunden nach dem Biss erfolgt.

 

Flöhe:

 

Flöhe ernähren sich vom Blut der Wirte und können ebenfalls zu Blutarmut und Abmagerung führen. Während des Saugens können Bakterien, aber auch Bandwürmer vom Flohspeichel auf unsere Vierbeiner übertragen werden. Auch kann ihr Speichel eine unangenehme allergische Reaktion hervorrufen. Das Kratzen an der Bissstelle kann zusätzlich zu einer Wundinfektion führen.

 

Läuse und Haarlinge:

 

Diese unliebsamen Gäste treten eher seltener auf als Flöhe und werden nur direkt durch befallene Tiere übertragen. Sie ernähren sich von den Hautschuppen oder vom Blut unserer Lieblinge und führen zu Juckreiz, Unruhe, Haut- und Fellveränderungen. Abmagerung, Appetitlosigkeit und Blutarmut können einen starken Befall anzeigen. Haarlinge können zudem auch Bandwürmer übertragen.

 

Milben:

 

Sie ernähren sich von den Körperflüssigkeiten oder Hautzellen unserer Fellfreunde, können aber keine Krankheitserreger übertragen. Dennoch kann ein massiver Befall zu Rötungen, Juckreiz, Entzündungen, Krustenbildung und Haarausfall führen. Auch allergische Reaktionen sind bekannt.

2. Hat meine Fellnase Parasiten?

Kratzt sich Ihr Liebling oft, ist unruhig oder doch eher apathisch, leidet an Appetitlosigkeit, hat rote, wunde Hautstellen und ein stumpfes glanzloses Fell? Dies könnten Anzeichen für unliebsame Mitbewohner ihres Hundes sein. Untersuchen sie das Fell auf sichtbare Krabbeltierchen oder dessen Kotreste, die Haut auf Bisse und suchen sie zur Absicherung einen Tierarzt ihres Vertrauens auf.

3. Wie kann ich meinen Vierbeiner am besten vor den Plagegeistern schützen?

Bei Zecken lohnt es sich, den Hund direkt nach dem Spaziergang zu untersuchen, bereits festgesaugte Zecken mit einer speziellen Zange zu entfernen und die Stelle zu desinfizieren. Wichtig ist, die Zecke dabei nicht zu quetschen, damit ihr Mageninhalt nicht durch die Bissstelle in den Körper des Hundes gelangt.

 

Vorbeugend gegen Ektoparasiten helfen Spot-ons, Halsbänder und Kautabletten. Generell sollte man folgende Schritte bei der Behandlung von einem Parasiten-Befall befolgen: rasches Abtöten der Schädlinge, danach die Behandlung der Umgebung und auch die Untersuchung und gegebenenfalls die Behandlung aller im Haushalt lebenden Tiere, sowie die Vorbeugung einer erneuten Infektion.

Noch mehr Informationen unter: http://www.esccap.de/

 

…und wir geben Parasiten keine Chance!

© Wolf's Best 2018